

Schon mein Urgroßvater verbrachte Stunden damit, auf seiner Orgel am Fuß der Brennblase zu spielen. Ich nutzte dies, um neben der Kunst des Destillierens auch Notenlehre und Harmonielehre zu erlernen.
Ihm zufolge knüpft dieses Instrument ein „organic“ Band zwischen den Fugen von Bach und den Bio-Äpfeln unseres Terroirs.
Ob die "Tragweite" dieser Verbindung zwischen dem Boden und dem gleichnamigen Notenschlüssel wohl zu Qualität unserer Calvados beiträgt?
Wenn Musik die Sitten mildert, warum sollte sie es nicht auch für unsere Brände tun?
Die musikalischen Cuvées von Courménil
In Courménil destilliert man zu Musik.
Eine Orgel, die die Klangfarben jener der Kathedrale zu Leipzig nachbildet, wo der große Komponist ruht, empfängt unsere Calvados mit Suiten von Bach.
Verlangen die ersten Vorläufe die kraftvollsten Fugen, so heben wir die sanftesten Arien für den Augenblick auf, in dem die besten Herzstücke fließen.
Musik in den Lagerkellern von Courménil:
Die Reifung der Brände wird oft als eine Zeit der Stille beschrieben.
Doch in Courménil machen wir daraus eine Zeit der Gnade. In ausgewogener Dosis verwandeln sich unsere Lagerkeller in ein Auditorium, in der festen Überzeugung, dass Calvados im Fass eine lebendige, schwingende und für die ihn umgebenden Energien empfängliche Materie ist.
Wie am Konservatorium. beginnt die Erziehung der jungen Calvados mit einem gemeinsamen Fundament aus klassischer Musik ( Bach, Haendel, Mozart, Schubert, usw.), in dem die harmonischen Frequenzen unumschränkt herrschen.
Bisweilen richten wir bestimmte Cuvées auf "Spezialitäten" aus, etwa Streichquartette, die Oper und selbstverständlich den Jazz (Rag, Stride und Blues). Einige Gattungen haben wir versucht, dann aber wieder aufgegeben, so Rap oder Metal, denn sie sind selbst für die Kraft junger Brände viel zu aggressiv.
Wir bleiben daher bei einem "harmonischen" Repertoire, das besser zu den Mikroschwingungen passt, die die Alkohol- und Tanninmoleküle in unseren Fässern sanft bewegen.
Wir sind weder Chemiker noch Spinner und könnten daher nicht behaupten, dass diese akustische Massage die Harmonie der Aromen beschleunigt. Auf jeden Fall erfreuen sich unsere Ohren, und unsere Gaumen verkosten Brände von unerhörter Zartheit. Die Flüssigkeit wird dabei fast greifbar, seidig am Gaumen.
Ein Erlebnis, das unsere Sinne erschüttert.
Man verkostet nicht mehr nur einen großen Calvados, man spürt das Echo einer Symphonie.


Da nicht jede Musik in "Reichweite" der jungen Brände liegt, lässt er ihre Reife im Lauf der Jahre fortschreiten, um sie "eine Stufe höher steigen",
Andere sind "Crescendo".

Manche unserer Cuvées werden so gereift: "on the rocks"

"Rythmics oder Ritmix ? sind sie im Englischen nicht zugleich der richtige Rhythmus und der richtige Verschnitt ?
Eben musikalische Cuvées!